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Endometriose bei WDR Frau TV

Endometriose in den Medien bei WDR FrauTV

Gestern Abend war Endometriose Thema bei WDR Frau tv. Das Video ist in der Mediathek ein Jahr lang verfügbar, bis zum 22. März 2019.

Interviewt wurde Petra (55) aus Köln, die über 30 Jahre auf ihre Diagnose gewartet hat. Ihre Leidensgeschichte kommt vielen von euch bestimmt bekannt vor. Trotz starken Schmerzen von der ersten Periode an, die sie mit Geburtswehen vergleicht – und sehr starken Blutungen wurde sie jahrelang von Ärzten abgewimmelt. Sogar als sie eine Frauenärztin direkt auf Endometriose anspricht, wird ihr gesagt, das sei bei ihr nicht der Fall. Erst ein Endometriosezentrum bringt die Diagnose.

Ein Link auf den Screenshot bringt dich zum Video in der WDR Mediathek.

Dr. Sylvia Mechsner bei Frau tv

Als Expertin seht ihr im Beitrag Dr. Sylvia Mechsner vom Endometriosezentrum der Charité Berlin. Sie ist der Meinung, dass die weitgehende Unbekanntheit der Krankheit auch daran liegt, dass sie nur Frauen betrifft. Sie glaubt, Männer würden eine Krankheit mit so starken regelmäßigen Schmerzen gar nicht aushalten – und hätten schon längst viel Geld in die Erforschung der Krankheit investiert. Hinzu kommt das große Tabu um das Thema Menstruation. Viele Frauen sprechen zu wenig darüber.

Auch der durchschnittliche Frauenarzt hätte oft nicht das Wissen, den Verdacht auf Endometriose durch Anamnese, Tastuntersuchung und Ultraschall zu erkennen. In ihrer eigenen Ausbildungszeit, so Dr. Mechsner, hätte Endometriose gerade mal eine unscheinbare Seite im Lehrbuch eingenommen. Sie hätte die Krankheit so gar nicht als Problem erfasst. Erst mit Beginn ihrer Arbeit an der Charité habe sie mehr über das Krankheitsbild gelernt. Heute zählt Dr. Mechsner zu den weltweit führenden Experten um Operation und Ursachenforschung zu Endometriose.

An der Charité füllen Patientinnen einen 22-seitigen Anamnese-Fragebogen aus und werden in einer 45-minütigen Sprechzeit gründlich auf Symptome der Endometriose untersucht. Die Experten können meist schon an dieser Stelle eine klare Aussage treffen, ob eine Frau an Endometriose und oder Adenomyose (Endometriose in der Gebärmutterwand) leidet.

Die Laparoskopie, oder Bauchspiegelung, zählt natürlich nach wie vor als einziges 100%-iges Diagnoseverfahren, bei dem Endometriose sowohl lokalisiert, als auch durch eine Gewebeprobe analysiert werden kann. Es gilt also weiterhin für alle, bei denen im Ultraschall oder MRT keine Auffälligkeiten gesehen wurden, dass eine Endometriose allein dadurch nicht ausgeschlossen werden kann.

Wir möchten euch an dieser Stelle wieder empfehlen, euch bei Verdacht auf Endometriose unbedingt direkt an ein zertifiziertes Endometriosezentrum zu wenden. Alle Zentren im deutschsprachigen Raum findest du auf der Webseite der Endometriose-Vereinigung e.V.

Tipp: Die “kleine Schwester” von FrauTV, der Instagram-Kanal @maedelsabende wird sich vom 25.-31.03.2018 auf Instagram- und Snapchat näher mit Endometriose und ihren Auswirkungen im Alltag beschäftigen!

 

Wenn du die unabhängige Lobby und Öffentlichkeitsarbeit um Endometriose unterstützen möchtest, egal ob du selbst betroffen, oder Angehörige(r) bist, werde Mitglied der Endometriose-Vereinigung e.V. Hier bekommst du nicht nur tolle Expertise und persönliche Beratung (vor allem auch zu rechtlichen Fragen) und die aktuellsten Informationsmaterialien, sondern auch Hilfe beim Finden, Gründen und Leiten von Selbsthilfegruppen – und vieles, vieles mehr. Natürlich kannst du für die Arbeit des Vereins auch direkt spenden.

Mehr Informationen zur Endometriose-Vereinigung e.V. bekommst du hier!

 

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Ein Gedanke zu „Endometriose bei WDR Frau TV

  1. Danke, danke für den Hinweis, dass der Beitrag noch in der WDR Mediathek verfügbar ist. Ich werde ihn mir direkt mal ansehen. (y) Und super informativer Beitrag. Gefällt mir sehr gut. 🙂

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